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Die 1000 Euro-päer

​Rechnung, Rechnung…wer nimmt an? Es ist ein kommerzielles System, kein moralisches System. Dies sollte die erste Erkenntnis sein, wenn man in den Versuch kommt Verständnis aufzubauen für das was uns umgibt…

Nahezu alle Informationen die uns erreichen haben mittelbar oder unmittelbar mit kommerziellen Prozessen zu tun. Beginnend mit Nachrichten aus Politik und Wirtschaft, über Gesetze und Bestimmungen bis hin zu den umwickelten Papieren die wir im Briefkasten vorfinden. Und speziell die letztgenannten richten sich immer an den vermeintlichen „Herrn des Namens“, der weder bestätigt noch bevollmächtigt hat – aber irgendwie doch gebraucht wird. Letztendlich geht es um „Geld“, man folge der Spur…

Das Einverständnis, – die Annahme, wird benötigt, sie wird sogar dringend benötigt.

Warum, eigentlich ganz einfach – weil „Willenserklärungen“ nun mal Rechtsfolgen schaffen und weil nur der Mensch, der Herr des Namens, Gedanken manifestieren kann und einen Willen besitzt. Die Welt funktioniert so und nicht anders.

Damit man versteht wie die Position Mensch genutzt wird, folgende Gedanken:

Was ist das heutige Geld? Frage schwierig, Antwort einfach, wobei die meisten das umgekehrt empfinden.  Es soll jetzt nicht mit finanztechnischen Informationen wieder ein Schleier der Unwissenheit aufgebaut werden, der Versuch der Erklärung liegt eher in der Quintessenz der Information „Geld“. Man bekommt viel zu oft eine Unmenge an „Wissen“ geliefert und findet sich nicht selten in der Situation, die wichtigste Information vor lauter „Essenz“ nicht mehr zu erkennen. Thesen, Antithesen, Ammenmärchen ranken sich um das Thema Geld wie um ein Dornröschenschloss. Finanzmarkt, Börse Indizes, Dax, Rendite, Zinsen…ach hör doch auf. Geld ist ein Zahlungsmittel, ein Tauschmittel für Waren und Dienstleistungen aller Art. Und die wichtigste Information liegt auf dem Banktresen, direkt vor unseren Augen. Wenn fünfzig Euro-päer Bar aufs Konto gehen, was geschieht dann?

Gutschrift !

und wo ist das Bargeld?

Aha…eine Verdoppelung des Bargelds hat soeben stattgefunden. Es ist im Prinzip derselbe Mechanismus, der rote Erdbeeren erschafft. Digitale Kopie, plus einbehaltener Bargeldschein. Könnte man da von einer „Vermehrung“ sprechen, die unter Ausnutzung unsres Willens abläuft? Wer hat denn den Auftrag zur Einzahlung gegeben…so die Gretchenfrage?

Geld hat die Eigenschaft, dass es sich beliebig oft kopieren lässt…(durch die lizenzierten Kreditinstitute, bloß nicht auf falsche Gedanken kommen)…und es hat im weiteren die Eigenschaft, dass es wiederverwendet werden kann, um genau diese Kopie wieder durch jemand anderen zu ermöglichen. Dies alles wurde durch eine Unterschrift legitimiert. Die Kontoeröffnung will die Personalien und die Unterschrift. Jeder Mensch, der FÜR seine Person ein Konto eröffnet hat, hat diesem Prinzip willentlich (wissentlich?)zugestimmt. Kredite funktionieren auf ähnliche Weise, nur mit dem Unterschied, dass sie niemals bar ausbezahlt werden. Als Sicherheit wird im Regelfall die „Substanz“ hinterlegt.

Wie es zu immer mehr Geld kommt, dem wird das Thema „Sichteinlage“ empfohlen…

Die Betriebsanleitung für „Geld“ lässt sich ebenfalls finden. Man werfe einen Blick auf

  • §14 Bundesbankgesetz

(1) Die Deutsche Bundesbank hat unbeschadet des Artikels 128 Absatz 1 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union das ausschließliche Recht, Banknoten im Geltungsbereich dieses Gesetzes auszugeben. Auf Euro lautende Banknoten sind das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel. Die Deutsche Bundesbank hat die Stückelung und die Unterscheidungsmerkmale der von ihr ausgegebenen Noten öffentlich bekanntzumachen.

Hieraus lässt sich eindeutig ableiten, dass es nur ein einziges gesetzlich definiertes Zahlungsmittel gibt. Alles andere ist definitiv nicht definiert.  Zum besseren Verständnis ein Auszug aus einem älteren bankinternen Jubiläumsbuch:

Das lässt schon ziemlich tief blicken, oder nicht? Es ist letztendlich wohl der Wille und der Glaube des am System teilnehmenden Menschen, der die Geldschöpfung legitimiert, eine Person kann das nicht. Auch scheinen Banken entgegen der landläufigen Meinung, „Geld“ von andern Sparern zu verleihen, völlig anders zu funktionieren. Buchgeld funktioniert auch nur durch „Anerkennung“ und hat keine Betriebsanleitung!

Die Frage warum der Mensch eine Person erhält ist hier allerdings immer noch nicht beantwortet, aber dem Einen oder Anderen wird es so langsam vielleicht dämmern. Die Rechenaufgabe ist noch nicht ganz fertig.

Wie ist eigentlich der Staat aus Sicht der Bank definiert? Abseits der ganzen Bestimmungen zu Staatsrecht, Landesrecht und sonstigen Dunstkreisen existiert dazu  noch eine weitere Definition, die man ebenfalls auf dem Schirm haben sollte.

Aus Sicht der Bank ist der Staat eine sogenannte „Nichtbank“, als Teilnehmer definiert im sogenannten Nichtbankensektor. Und genau dieser Nichtbankensektor besteht aus dem  „Staat“, den  „Unternehmen“ und den „privaten Haushalten“, wobei die privaten Haushalte als natürliche Personen -!- betrachtet werden. Hier existieren keine Menschen. Der Nichtbankensektor kann nicht kreditwirtschaftlich agieren, also kein Buchgeld generieren oder Kredit gewähren oder Bargeld drucken. Das kann nur die Bank („räusper“, Zentralbank), die nicht Teil des Nichtbankensektors ist.

Klartext: Die Bank stellt das einzige gesetzlich definierte Zahlungsmittel dem Nichtbankensektor zur „Verfügung“ und der Nichtbankensektor nutzt dieses Mittel für alle kommerziellen Vorgänge. So ist die Buchgelderschaffung durch lizenzrechtlich beauftragte Institute ebenfalls als Eingabe von „Geld“ in den Nichtbankensektor zu verstehen. Alle Behörden, Einrichtungen nutzen Banken. Jede Rechnung verweist auf eine Bankverbindung, eben auf das zu legitimierende Buchgeld. Das Geld wiederum gehört nicht dem „Nichtbankensektor“, es gehört der Bank:

Frage: Was kostet es, das Zahlungsmittel zu benutzen?

Diese Antwort lässt sich nur durch Erfahrungswerte beschreiben, keine Bank macht etwas kostenlos. Zinsen sind schon immer der „Gewinn“. Es ist daher anzunehmen, dass für die Nutzung auch eine wie auch immer geartete „Gebühr“ in Form desselben Zahlungsmittels vorhanden ist und abgeführt werden muss.

Nehmen wir folgendes an:

Wir „leihen“ eine Summe von 1000 Euro-päern in Bar. Wir stellen sie zur Verfügung. Wir verlangen eine Nutzungsgebühr von 5%. Nach einem vorgegebenen Zeitraum müssen 50 Euro-päer abgeführt werden. Restliche Summe: 950. Zusätzlich installieren wir Institute, die unter Nutzung der Bareuro-päer Buchgeldeuro-päer produzieren können. Sprache ist wirklich ein herrliches Instrument.

Ein Umlauf über 4 Institute würde die Summe verfünffachen, und die Nutzungsgebühr würde auf 250 ansteigen. Würde man den Umlauf auf einen einzigen Tag beziehen, so wäre die gesamte Geldmenge innerhalb eines Kalenderjahres um das 365-fache erhöht worden, mitsamt der Nutzungsgebühr.

Und dies hätten wir mit 1000 Bar erreicht.

Überträgt man diese einfache Erkenntnis auf den Staat, so ahnt man nur in welchen Summen sich das ganze System bewegen muss, da jetzt, in diesem Moment irgendwo genau dieser Prozess abläuft. Die Geldmenge steigt und steigt und steigt. Und somit schuldet der Staat, die Unternehmen und die privaten Haushalte, eben das gesamte System die Nutzungsgebühr. Selbst wenn wir wollten, wir würden diese Schuld niemals loswerden, da wir ja mit dem Zahlungsmittel tilgen müssten, was durch die Nutzungsgebühr ständig verringert wird.

Das System wiederum muss die Sicherheit haben, dass dies umsetzbar bleibt. Die Bank muss die Sicherheit haben, dass der „Gewinn“ erfolgt. Und Sicherheit ist die Substanz.

Und was ist die Substanz?

Es ist der Mensch und seine Aktivität. Seine Arbeitskraft, seine Lebenszeit, seine Energie. Das System Staat versichert sich der Anwesenheit des Menschen, erschafft einen Ident und nutzt diesen Ident als „Schuldner“. Denn nur der „in Persona“ agierende Mensch kann seinen Willen erklären, ein Lebenszeichen senden. Nur er, in seinem Dasein, ist fähig dies alles zu legitimieren. Seine Unterschrift ist der Wert. Eine Rechnung ist erst einmal nichts außer einem Papier mit einem „gewünschten“ Betrag. Eine Wertebeschaffung wenn man so möchte, vor allem durch die öffentlichen Einrichtungen, da hier keine Leistung zur Forderung abgebildet wird. Die dazu mitgenannte Bank ist der Ersteller des „Geldes“.

Um es nochmals zu verdeutlichen, wenn ein Staat eine Steuer erhebt, so kann dies nur unter Erstellung des Werts durch eine Bank erfolgen, er selbst kann es nicht und die Bank wiederum braucht das Einverständnis desjenigen, der über ein Konto verfügt. Mittels seiner Unterschrift.

Da der Mensch alles durch seine Anwesenheit, seine Energie, seinen Wert versichert, dann kann er niemals „Schuldner“ sein. Genau dafür braucht man einen Ident…denn die Würde des Menschen ist unantastbar!

Willkommen im Kommerz, –  jetzt wird ein Schuh draus…

6 Kommentare

  1. heike a.d.F. Köpping

    genaus so! kann mich im Moment nicht anmelden, aber heute abend … für montag, bin zwar schon im Kommerz unterwegs, aber es gibt immer noch Momente, die „man“ wissen sollte.
    würde mich freuen, dabei zu sein.

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  2. Ursula Bardl

    Der Bank gehört das „Geld“das ich einzahle. Ich Mensch habe- da kein Vertrag besteht- kein Recht, dieses Geld einzuklagen, wenn die Bank morgen nicht mehr will oder kann. Nur mein Pseudonym als Personal der Bundesrepublik in Deutschland kann das versuchen….bei wem oder was ? Apropos Personal wird doch vom „Arbeitgeber “ bezahlt z.B.dafür, das es die Schulden des „Staates“trägt ? Habe ich da was falsch verstanden ?
    Ich freue mich auf das Seminar am Montag

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  3. Ulrike

    Selten so gut, kurz und bündig erklärt gesehen/gelesen..!!
    Hut ab und danke!!!

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  4. n00nESS0me0ne

    Der Bank gehört das Geld, dass ich einzahle. Na und?

    Wer ist denn die Bank? Also ich liebe eine Bank zum hinsetzen.

    Und wessen Geld zahle ich ein? Doch nicht meins, oder?
    Nur verliehenes Geld zahle ich ein, dass es sich auszahlt.

    Und wie, kann ich ja wohl zum nicht kleinen Teil mitbestimmen, oder doch nicht?

    Was hat denn Geld für einen Wert?
    Den, den ich und du und wir und ihr ihm beimesst, oder?
    Meinem Geld messe ich meist den Wert von EssBARem und WohnBARem und VerKleidBARem und VerWendBARem bei.

    Und Ihr?

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  5. n00nESs0me0ne

    Nachtrag:

    Ist das nICHt BAR-B%AR(-isch), das mit dem Geld?

    Es soll ja laut Hörensagen und SchriftSätzenlesen zählen,

    – wann es zählt,
    – wieviel es zählt,
    – wo es zählt,
    – wodurch es zählt…

    Und wer zählt den eigentlich (die Er-Zählungen übers) Geld?

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  6. Heinz-Joachim Mauth

    Das ganze Schuldgelsystem ist eine Art Schneeballsystem,würden alle Schulden getilgt würde es kein Geld mehr geben.Wir Menschen sollen deshalb immer in Schulden gehalten werden!!!!!!!!!!!!Moderne Sklaverei,war aber immer schon so.Die Banken haben die Macht,nicht die Lakaien__Politiker“ das sind nur Galionsfiguren die in Abhängigkeit sehr gut verdienen. Prost

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