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Der Herzschlag des Briefkastens

Sender und Empfänger. Die Nachricht muss empfangbar sein. Nicht umsonst hat jede Person eine Meldeadresse. Die Post, als legitimierter Zusteller von Nachrichten leistet Ihren „Job“, unabhängig von der Qualität der Nachricht. Staatliche Einrichtungen benötigen die Meldeadresse, Personen müssen lokalisierbar sein. Die Tatsache der Einrichtung von Meldebehörden zeigt von welcher immensen Wichtigkeit die Adresse ist. Auch hierzu finden wir wieder die passende Betriebsanleitung in Form des Bundesmeldegesetzes.

Adressen werden von Anfang an dokumentiert und festgehalten. Besorgt man sich eine Vollauskunft beim Einwohnermeldeamt (§ 10 Bundesmeldegesetz) , erkennt man sofort die Tragweite der Information „Adresse“. Im Regelfall sind die letzten 3 – 5 Adressen dort verzeichnet. Zur Personalie gehört fast unverzichtbar die Adresse. Der zugehörige Briefkasten stellt die Verbindung zum System dar. Der Zusteller fragt nicht, ob man den Brief haben möchte, – er wirft Ihn ein!

Personalien stehen im Personalausweis. Also muss sichergestellt sein, das eine Adresse gemeldet ist.

Die Zustellung von Briefen ist die wichtigste Komponente des staatlichen Systems im Umgang mit Personen, ausgeführt von lizenzierten Unternehmen >>> Bundesnetzagentur und Weltpostvertrag regeln die Bedingungen. Es lohnt sich einen Blick darauf zu werfen.

Wenn man in den uns zugeordneten Briefkasten schaut, so sollte man sich ernsthaft fragen, was all die Briefe zwischen den bunten Werbebotschaften, Wochenberichtserstattungen und Anzeigenblättchen oder Gemeindenachrichten, gemeinsam haben? Briefe vom Gericht, der Krankenkasse, Stromanbietern oder auch der Bußgeldstelle haben alle eine Gemeinsamkeit.

Es dreht sich bei allen um „Geld“ und alle koppeln Akten-, Kassen- oder Buchungszeichen an den Namen. Sie richten sich an den „Herrn des Namens“,

Und so landet man beim Thema „Briefkasten“ tatsächlich im Geldsystem :-), aber dies soll zu einem späteren Zeitpunkt betrachtet werden, – Artikel folgt ganz sicher. Vielmehr sollten wir unseren Fokus auf die Gemeinsamkeit der Briefe richten. Die Adresse stellt den Zugang der Briefe sicher. Der Briefkasten stellt den Empfang sicher, er zählt zum „Machtbereich des Empfängers“. Wie wir schon wissen, können Personen nichts, sie können nicht atmen, reden, denken, und bewegen sich nur, wenn wir uns bewegen. Eine Person kann kein Lebenszeichen abgeben, dies obliegt allein dem Menschen. Und Dieser kann nur unter Verwendung seines Körpers, seines Willens ein Lebenszeichen senden.  Personen sind genau genommen etwas totes. Etwas unlebendiges, was nur durch Zufuhr  „menschlicher“ Energie lebendig werden kann. Das staatliche System versichert sich der „leibhaftigen“ Anwesenheit des Menschen durch die Geburtsurkunde. Es versichert sich den Empfang der Nachrichten über eine Meldeadresse.

Was genau bedeutet eigentlich das Wort „Meldung“?

Synonyme dazu finden sich reichlich, von Botschaft, Nachricht oder auch Verrat ist hier die Rede. Das schlüssigste Synonym jedoch ist „Lebenszeichen“. Eine Meldung ist ein Lebenszeichen.

Für das System ist das „melden“ einer Adresse gleichbedeutend mit der leibhaftigen Anwesenheit des Menschen, dem eine Person zugerechnet ist.

Man benötigt den Menschen mit seiner Fähigkeit des Willens, der quasi hinter der Persona steckt, versichert durch eine Meldung /ein Lebenszeichen und höchstwahrscheinlich anzutreffen an einer zustellfähigen Adresse . Am deutlichsten wird dies bei Schreiben von Gerichten. Man findet in der Anschrift den Herrn Max Mustermann und im Text, üblicherweise, die exakt nach DIN 5007 zur Sache definierte Person Mustermann, Max geb. am soundsovielten April 19hundertdingenskirchens.

Da ein Mensch keine Person ist, sondern nur zur Person definiert wird, lässt dies folgenden Schluss zu:

Personen sind innerhalb der Rechtsordnung, Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Damit eine Person überhaupt irgendetwas kann, muss der Mensch ein Lebenszeichen F Ü R die Person abgeben. Der Mensch selbst ist nicht innerhalb der Rechtsordnung, er definiert sich selbst in die Rechtsordnung durch die Annahme seiner Person. Dies funktioniert zum Einen über einen sprachlich transportierten Glaubenssatz oder zum Anderen durch den Zwang der Freiwilligkeit. Das staatliche System ist auf die Mitwirkung des Menschen angewiesen, kann ihn aber nicht in die Rechtsordnung zwingen. Es braucht seinen freien Willen, seine freiwillige Unterwerfung, seine freiwillige Annahme…

Anmerkung, auch der durch Drohung erwirkte Vertrag gilt!

Deswegen ist jeder Prozess, jeder Verwaltungsakt und jede Rechtsfolge auf die Person ausgerichtet, mit dem Ziel ein Lebenszeichen des dahinterstehenden Menschen zu erwirken, weil eben nur der Mensch etwas „erschaffen“ kann.

Im Falle eines zweidimensionalen Vorgangs  (Erlaubt sei ein Verweis auf die Artikelreihe „Die 6. Dimension“) kann auch nur ein zweidimensionales Lebenszeichen in Betracht kommen. Personen sind Papier. Sie entstehen und vergehen auf Papier. Geburtsurkunde, Sterbeurkunde.  Der Mensch als „Wesen“ ist durch die Person auf Papier reduziert. Und Papier ist es, was wir im Briefkasten finden, und Papier ist es, was uns zur Annahme zwingt, und trotz alledem muss ein Lebenszeichen vorhanden sein, da nichts geschaffen werden kann, wenn kein Lebenszeichen erkennbar ist. Das Lebenszeichen ist unverzichtbar.

Der Mensch hat einen Willen, das System braucht den Willen. Das Dümmste was passieren kann ist, dass sich der Mensch darüber bewusst wird. Daher baut man eine wunderbare magische Bühne auf, mit bunten Lichtern und tollen Kulissen und besetzt die Bühne mit Personen. Nichts würde sich auf dieser Bühne abspielen, wenn nicht der Mensch in seiner Persona agieren würde.

Und genau dies kann er nur mit seinem Willen.

Ein Zeichen des Lebens, ein Zeichen des Willens ist unsere Unterschrift.

Sie kommt aus unserem Bewusstsein und kann nur unter Verwendung unseres Körpers geleistet werden. Sie ist der Ausdruck unseres Willens.

…und geht es nicht genau um diese?

Was hängt von unserer Unterschrift ab? Muss nicht alles Papier durch unsere Unterschrift legitimiert werden? Könnte man ein Konto eröffnen ohne Unterschrift?  Könnte man ein Haus kaufen oder ein Fahrzeug zulassen ohne Unterschrift?

Jeder öffentliche personenbezogene Prozess „lebt“ von der Unterschrift des Menschen. Sei es eine banale Überweisung, ein Autokauf oder sonst irgendein Vorgang der uns (oder der Person?) ein Recht verschaffen kann.

Unterschriften legitimieren. Unterschriften schaffen Rechtsfolgen. Unterschriften werden FÜR die Person geleistet. Unterschriften sind ein LEBENSZEICHEN! Wozu sonst bräuchte man eine Unterschrift auf dem Personalausweis.

Der Briefkasten ist die vorgeschobene Pulsader des Menschen, mit einem fiktiven fühlbaren Lebenszeichen, sichergestellt durch die Meldung der Adresse, mit dem einzigen Zweck, alles und jeden noch so irrwitzigen Prozess in die Legitimation zu bringen.

Man wähnt sich in der Sicherheit den leibhaftigen Menschen dort zu finden…bumbum…bumbum…

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